Alles für die Fisch

Gemeinsam mit der Zivilingenieurgemeinschaft Ebner-Jaklin aus St. Veit/Glan wurde nach Abstimmung und mehreren Treffen mit den Grundstücksbesitzern, Anrainern sowie den Fischereiberechtigten mit dem wasserrechtlichen „Vorprüfungsprojekt“ begonnen. 

Das wasserrechtlichen „Vorprüfungsprojekt“ muss einen technischen Bericht, ein ornithologisches Gutachten, sowie eine fischereirechtliche und morphologische Statuserhebung des Kaningbaches vor Errichtung des geplanten Wasserkraftwerkes beinhalten.

Am 30.03.2011 wurde eine Begehung bzw. eine Beweissicherung durch 9 Mitarbeiter der KIS (Kärtner Institut für Seenforschung GmbH) sowie des Kärntner Instituts der Seenforschung – Naturwissenschaftliches Forschungszentrum durchgeführt. Gott sei Dank haben wir im Vorhinein schon einen Tisch in einem Gasthof reserviert, denn alle Neune hätten nur schwer Platz gefunden in Geralds Küche.

Es bot sich uns ein lustiges Bild von neun im Wasser stapfenden Akademikern, die Fische zählten. Es wurde alles fleißig und akribisch fotografiert und dokumentiert. Aus dieser Begehung entstand eine 50-seitige, eindrucksvolle Statuserhebung die Themen wie, Fischökologie, Methodik und Ergebnisse der Fischbestandserhebung sowie Methodik und Ergebnisse der Öko- und Hydromorphologie beinhaltet.

Hier ein paar Facts:
Das zu beprobende Gewässer befindet sich in der Fischbioregion der unvergletscherten Zentralalpen und deren Ausläufer. Die Probestrecken befinden sich alle in der biozönotischen Region des Epirhithral (obere Forellenregion). Der Kaningbach entspringt im Bereich des Plattnocks (2316 m Seehöhe) nördlich von Radenthein und mündet nach genau 15 km Länge in den Riegerbach bei Radenthein (746 m Seehöhe).

Neben der als Leitart eingestuften Bachforelle konnten auch die allochthonen Arten Regenbogenforelle, Bachsaibling und Tigerfisch nachgewiesen werden.  Alle! Fische wurden gezählt, gemessen und gewogen. Zum Beispiel befinden sich im Abschnitt oberhalb der geplanten Wasserfassung, 39 Bachforellen und 8 Regenbogenforellen. Die Bachforellen waren zwischen 70 und 235 mm lang und hatten ein mittleres Gewicht von 67,8 g. Die Regenbogenforellen waren zwischen 60 und 278 mm lang und hatten ein mittleres Gewicht von 77,4 g.

Zusammenfassend ergab die Statuserhebung einen „guten fischökologischen Zustand (2)“ sowie eine durchschnittliche ökomorphologische Zustandserhebung entsprechend der Zustandsklasse 2. Um durch unser Bauvorhaben den Lebensraum der Fische und anderer Wasserbewohner nicht zu bedrohen, sowie den fischökologischen Zustand zu verbessern, werden von uns selbstverständlich alle Schutz-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sorgfältig durchgeführt. Der Umwelt- und Naturschutz hat für uns nämlich einen besonders hohen Stellenwert.

Nach der fischereilichem und morphologischen Statuserhebung fehlte uns nur noch das ornithologische Gutachten, um das wasserrechtliche „Vorprüfungsprojekt“ zu vervollständigen.

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