Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Schnell sprach sich unser Vorhaben auch im Bekanntenkreis und Arbeitsumfeld herum. Die Reaktionen fielen sehr unterschiedlich aus. Von ermutigenden Zusprüchen, ehrlicher Wertschätzung und respektierender Anerkennung bis hin zu neidvollen und missgünstigen Bemerkungen.

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Neid“?
Unter dem Begriff Neid versteht man das moralisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Ähnlich ist der Begriff der Missgunst. Fehlt es am ethischen Vorwurf, spricht man auch von Unbehagen gegenüber Vorteilen anderer (Besitz, Status, Privilegien), die man selber nicht hat. (Quelle: Wikipedia)

Worum beneidet man uns eigentlich?

Um das Wasserrecht? Es gibt sehr viele Wasserrechts-Besitzer in Kärnten. Es steht daher jedem frei, wie man dieses nutzt bzw. einsetzt. Nicht jeder errichtet sich sein eigenes Kleinwasserkraftwerk. Hierzu bedarf es nämlich an mehr: Risikobereitschaft, Tatendrang, Mut, Ausdauer, Fachwissen uvm. Diese „Floskeln“ schreiben sich sehr einfach, aber es steckt sehr, sehr viel mehr dahinter.

Denn wusstet ihr, dass…

  • … bis es überhaupt zur Wasserrechtsverhandlung (siehe Blogpost) kam alle Projektkosten inkl. Gutachten etc. vorfinanziert werden mussten? Ein schnittiges Mercedes Cabrio hätte sich Gerald stattdessen sicherlich leisten können. Wäre diese negativ ausgefallen, wäre dieser „Geldeinsatz“ selbstverständlich „verspielt“ und in den Sand gesetzt worden. (Man beachte, dass es sich hier um private Geldeinlagen handelt, da wir weder einen Investor noch eigene unternehmerische Tätigkeiten im Vorfeld hatten.)
  • Gerald 8-10 Stunden/Tag, 5-Tage/Woche an diesem Projekt gearbeitet hat und noch arbeiten wird? Das sind bis heute ca.  3800 „unbezahlte“ Arbeitsstunden.
  • David ebenfalls fast jede freie Minute und jeden Urlaubstag in das Projekt investiert hat und noch weiter investieren wird?
  • … alleine in den letzten 1,5 Jahren der Planungsphase insgesamt rund 10.000 km an Amtswegen zu Behörden, Steuerberater, Notar etc. zurückgelegt wurden?
  • … dieses Wasserkraftwerksprojekt ein Investitionsvolumen von ca. € 2 Millionen hat?
  • … man bei dieser Kreditsumme im Jahr ganz schön viel an Zinsen bezahlen muss?
  • … jeder Grundstücksbesitzer, dessen Grundstück wir für dieses Projekt befahren, bebauen etc., selbstverständlich die entstehenden „Schäden“ ersetzt bekommt und zusätzlich einen lukrativen Schadensersatz erhält?

Das wusstet ihr nicht? Dann hoffe ich zukünftig auf Aussagen wie: „Ihr müsst jetzt eh nicht mehr arbeiten gehen“ oder „Ihr habt finanziell ausgesorgt“, verzichten zu können, denn es ist nicht alles Gold, was glänzt.

3 Gedanken zu „Es ist nicht alles Gold, was glänzt

  1. Schönen Abend,

    erstmal find ich euer Projekt total spannend! Habe über Facebook darüber erfahren und die Entwicklung mitverfolgt. Tolle Sache!

    Zum Thema dieses Posts möchte ich folgendes schreiben: Man muss lange graben, um eine Goldader zu finden. Und ich glaube Ihr habt einfach „gut gegraben“ – mit persönlichem finanziellen und Arbeitseinsatz habt ihr die ersten Schritte für ein – sicherlich – erfolgreiches Projekt gesetzt.

    Neid ist aber auch der beste Indikator dafür, ob man erfolgreich mit einer Sache – oder in eurem Fall mit einem Projekt – ist. Es zeigt, dass man scheinbar etwas geschafft hat, das andere nicht schaffen wollen oder können. Für eure Neider ist es einfach, den Erfolg auf rechtliche Gegebenheiten zu schieben – viel einfacher als selbst aktiv an eigenen Projekten und Ideen zu arbeiten. Ich denke, Ihr braucht euch nicht rechtfertigen – mit etwas Intelligenz und Hausverstand kann man sich selbst zusammendichten, wie viel Arbeit so ein Kleinkraftwerk sein muss! Ich finde es schön, dass es Leute gibt, die sich noch aktiv für Dinge einsetzten – mit Herzblut, Spass, Freude und viel (Wasser-)Energie! 🙂

    In diesem Sinne weiterhin alles Gute,
    viel Erfolg
    Chris 🙂

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